Warum logische Konsequenzen auch Bestrafungen sind

Logische Konsequenzen – Die moderne Form der Bestrafung?

Der Stille Stuhl als Logische Konsequenzen

Logische Konsequenzen – Nicht selten wird der „Stille Stuhl“ als solche verwendet1

Mittlerweile sprechen wir nicht mehr offen über Bestrafungen. Stattdessen hören wir ständig, dass Kinder Lob, Grenzen und vor allen Dingen Konsequenzen brauchen. Nur so können sie sich gut entwickeln und verhalten sich „brav erzogen“, also so, wie wir Erwachsenen es wollen. In meinem Artikel „Warum loben und Belohnungen unseren Kindern schaden2 habe ich bereits ausführlich beschrieben, aus welchen Gründen ich das (ständige) Loben und belohnen eher kritisch sehe. Ebenso wenig halte ich etwas von „brav erzogenen“ und überangepassten Kindern!

Mir ist bewusst, dass viele Eltern der Auffassung sind, dass Bestrafungen irgendwie zur Kindererziehung dazu gehören. „Wie sollen sie es sonst lernen, wenn sie nicht wenigstens logische Konsequenzen für „unangemessenes Verhalten“ erhalten?“ Oder: „Kinder müssen schon spüren, dass ihr Verhalten von uns nicht erwünscht gewesen ist!“ Denn sonst entwickeln sie sich zum allseits beschworenen Tyrannen und dann ist es wirklich kein Spaß mehr…!

Verzeiht mir bitte den recht ironischen Ton, aber ich empfinde diese Denkweise unseren Kindern gegenüber als zutiefst unfair. Warum ich gegen Bestrafungen und logische Konsequenzen bin, erfahrt ihr nun hier.

Was sind eigentlich logische Konsequenzen?

Wir Eltern wollen es in der eigenen Kindererziehung meistens anders machen, als wir es in unserer Kindheit selbst erfahren haben. Die meisten von uns wurden durch unsere Eltern noch offen bestraft, bekamen Fernsehverbot, Hausarrest oder wir mussten in unser Zimmer gehen, bis wir wieder ruhig waren. Die Erziehung heute hat sich verändert. Einige Pädagogen kritisieren das sehr, die Angst vor dem kindlichen Tyrannen3 ist groß. Da wird befürchtet, dass das Kind uns eines Tages auf der Nase herumtanzt, wenn wir seine Bedürfnisse stillen oder dass wir es verwöhnen, wenn wir auf sein Weinen reagieren. Sind die Kinder nicht mehr ganz so klein, kommt schnell die Forderung nach Grenzen – diese brauchen sie, um sich zu orientieren, um einen Rahmen zu haben. Überschreiten die Kinder diese Grenzen, werden die Kinder heute nicht mehr mit den oben genannten Mitteln bestraft, sondern erhalten logische Konsequenzen, welche meistens durch eine  „Wenn….dann“-Bedingung ausgedrückt werden.

Statt – wie früher – zu sagen: „Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, kannst du heute Abend kein Fernsehen mehr schauen“
wird nun gesagt: „Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, können wir hier nicht miteinander spielen. Hier ist ja überhaupt kein Platz dazu.“

Hier wird der Versuch einer logischen Konsequenz gemacht. Räumt das Kind sein Zimmer nicht auf, dann kann auch nicht gemeinsam gespielt werden, weil eben kein Platz vorhanden ist. Diese Bedingung ist nichts anderes als eine Bestrafung für das Kind, auch wenn sich diese zweite Version zunächst einmal schlüssiger anhört. Wir manipulieren unser Kind in dieser Situation bewusst zu einem von uns erwünschten Verhalten (nämlich dem Aufräumen des Zimmers). Und wenn es nicht das  tut, was wir wollen, folgt ein Beziehungsabbruch. Natürlich ist auch das erste Beispiel eine Bestrafung, jedoch weniger subtil. Zudem stehen das aufgeräumte Zimmer und das abendliche Fernsehen in keinerlei Zusammenhang miteinander. Aber nur weil es in Beispiel zwei anders ausgedrückt wird, ändert sich nichts an dem, was es ist: Eine Bestrafung!

Ein weiteres Beispiel für eine vermeintliche logische Konsequenz kann sein, dass wir zu unserem schreienden Kind sagen: „Du, dein Schreien ist mir zu laut, bitte geh raus und schreie da.“ Auch hier haben wir wieder einen Beziehungsabbruch. Wäre es nicht viel nahe liegender in einer solchen Situation in Kontakt mit dem Kind zu gehen und beispielsweise zu sagen: „Ich höre, du möchtest gerade mal so richtig schreien. Wollen wir beide raus (in den Wald, auf die Wiese, in den Park, auf den Spielplatz, auf den Lidl-Parkplatz oder wo auch immer) gehen und dann kannst du dort mal so richtig laut schreien?“ Oder halt zum Kind zu sagen: „Du, das ist mir gerade viel zu laut, ich habe das Bedürfnis nach Ruhe. Ich geh mal kurz nach nebenan, dann kannst du hier weiter schreien und meine Ohren haben eine kleine Pause, ok?“ Bei der zweiten Aussage bin ich in Verbindung zu meinem Bedürfnis nach Ruhe, welches ich dem Kind auch mitteile und sorge gleichzeitig für die Befriedigung dessen – ohne aber dem Kind das Gefühl zu geben, es sei falsch oder störe mich in seinem Sein. Manchmal liegt hinter dem Schreien des Kindes aber auch ein tieferes Bedürfnis:

Ein kleines persönliches Beispiel: Gerade heute hatten wir eine Situation, in der mein knapp dreijähriger Sohn draußen immer wieder an mir und der Nachbarin vorbei lief – laut kreischend. Wir beide wollten uns ein wenig unterhalten und mein Sohn torpedierte dies ein wenig durch sein Schreien. Wir verstanden unser eigenes Wort nicht. Mir war klar, dass er auf diese Art und Weise seinem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit Ausdruck verlieh. Ich bin auf Augenhöhe zu ihm runter gegangen und habe gesagt: „Du möchtest gerne mit Mama spielen, nicht wahr?“ Er antwortete: „Ja, Mama. Ich will dir einen Pizza-Trick zeigen“ (er „backt“ für sein Leben gerne). Worauf ich sagte: „Oh, das interessiert mich sehr, den möchte ich unbedingt sehen. Ich will nur kurz noch mit der Nachbarin fertig sprechen und dann komme ich zu dir, in Ordnung?“ Er sagte darauf „Ja, ok“ und suchte sich etwas anderes zum spielen. Ich plauderte noch etwa zehn Minuten und danach hat er mir seinen Pizza-Trick gezeigt.

Ich habe in dieser Situation nicht viel gemacht, außer dass ich ihn in seinem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit ernst genommen habe. Ich habe nicht auf mein Gespräch verzichtet und dennoch habe ich ihm das Gefühl gegeben, gesehen zu werden. Ich war im Kontakt mit ihm und das völlig ohne ihm zu drohen oder zu manipulieren. Ich hätte auch sagen können: „Ich will das du jetzt sofort ruhig bist, ich will mich hier unterhalten. Sonst gehen wir jetzt sofort rein.“ Für viele ist dies eine vermeintlich logische Konsequenz – es ist jedoch nichts anderes als eine Bestrafung!

Was sind nun logische Konsequenzen? Meines Erachtens sind logische Konsequenzen nur ohne menschliches Zutun möglich, weshalb ich sie auch lieber natürliche Konsequenzen nenne:

Gehe ich nur mit T-Shirt und kurzer Hose bekleidet nach draußen in den Regen, werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach nass.
Ziehe ich der Katze am Schwanz, wird sie vermutlich kratzen oder beißen.
Fasse ich auf die heiße Herdplatte, dann verbrenne ich mir die Hand.
Ziehe ich bei Minus zehn Grad keine Jacke an, werde ich vermutlich frieren.
Renne ich vor einem Hund davon, wird er mir sehr wahrscheinlich hinterherrennen.

Dies sind natürliche Konsequenzen, die sich relativ zwangsläufig ergeben, wenn ich auf eine bestimmte Art und Weise handle.

Logische Konsequenzen sind nichts anderes als Bestrafungen!

Der Begriff der logischen Konsequenzen ist demnach irreführend und oftmals eben doch nicht so logisch. Denn letztendlich ist ein anderer Begriff für das gleiche Resultat: Wir wollen, dass das Kind das tut, was wir ihm sagen. Es soll sich auf eine bestimmte Art und Weise benehmen und wenn es das nicht tut, wird es entweder aus dem Spiel raus genommen (Stichwort Beziehungsabbruch) oder es wird auf den „stillen Stuhl“ gesetzt und erfährt hierdurch Stigmatisierung und Ausgrenzung. Diese gängigen Erziehungsmethoden sind insbesondere auch in Einrichtungen (Kita, Schule) stark vertreten. Auf der Seite erzieherin-ausbildung.de wird unter anderem das folgende Beispiel für logische Konsequenzen gebracht: „Anna, 2,5 Jahre, sitzt bereits eine halbe Stunde vor ihrem Teller mit dem Mittagessen. Sie wurde von der Erzieherin bereits mehrfach aufgefordert weiter zu essen, alle anderen Kinder sind bereits fertig. Anna hört nicht, stattdessen beginnt sie mit dem Löffel in ihrem Teller herum zu matschen und ihre Nudeln auf dem Boden zu verteilen. Daraufhin nimmt die Erzieherin Anna den Teller weg und erklärt: „Du hast wohl keinen Hunger mehr, Anna. Du spielst mit deinem Essen und das ist nicht richtig. Also ist das Mittagessen für dich beendet. Hebe bitte die Nudeln vom Boden auf.“

Wenn ich dies lese habe ich die folgenden Gedanken:

  • Warum fragt die Erzieherin das Kind nicht einfach, ob es noch Hunger hat?
  • Die Erzieherin bewertet das kindliche Verhalten als „nicht richtig“.
  • Der Erzieherin gelingt es durch ihre mehrfachen Aufforderungen nicht, das Kind zum weiteressen zu bewegen – wieso geht sie nicht viel mehr in Beziehung?
  • Die Erzieherin berücksichtigt  – meiner Auffassung nach – nicht das Alter des Kindes.

Dieses Beispiel wird in dem Text verwendet, um zu verdeutlichen, was logische Konsequenzen sind. Meinem Verständnis nach fehlt der Erzieherin in dieser Situation jedoch der Blick für das Kind. Ich möchte die Erzieherin in diesem Beispiel absolut nicht bewerten oder für ihr Handeln verurteilen, jedoch zeigt es wunderschön ein gängiges Problem, wenn wir über Kindererziehung, Grenzen und Konsequenzen sprechen. Denn anstatt das Kind einfach zu fragen, ob es noch etwas essen möchte, wird es immer und immer wieder zum weiteressen aufgefordert. Auf diese Art und Weise verlieren die Kinder ihr natürliches Gespür für den eigenen Hunger, denn dieses Gefühl wird völlig missachtet und übergangen. Ebenso finde ich die Bewertung des kindlichen (übrigens völlig normalen) Verhaltens mit dem Essen zu matschen wirklich schwierig.

Ich möchte kurz erläutern warum: Es ist sicherlich richtig, dass wir die Natur achten und dankbar dafür sind, was wir auf dem Teller haben. Zur kindlichen Entwicklung gehört es aber auch dazu, Dinge zu erkunden. Und eben auch das Essen. Besonders wenn Kinder keinen Hunger mehr haben, fangen sie an, dieses Essen zu erkunden. Auch das Runterschmeißen von Dingen gehört dazu, denn die Schwerkraft ist für kleine Kinder besonders spannend. Nun kommt hinzu, dass jeder von uns in der eigenen Kindheit mit bestimmten Glaubenssätzen geprägt wird. Ein solcher Glaubenssatz kann beispielsweise sein „Mit Essen spielt man nicht“. Mit diesem Satz soll den Kindern beigebracht werden, dass sie das Essen wertschätzen und damit achtsam umgehen. Allerdings wird dabei völlig außer Acht gelassen, dass es eben zur normalen kindlichen Entwicklung dazu gehört, Essen zu erkunden. Wenn dieses kindliche Verhalten nun mit „das ist nicht richtig“ beurteilt wird, lernt das Kind, dass das was es gerade getan hat offensichtlich falsch ist. Das Problem an der Sache: Kinder beziehen solche Sätze nur allzu häufig auf sich selbst. Sie können nicht unterscheiden zwischen ihrem Handeln und ihrem Sein. Das Mädchen in diesem Beispiel lernt also: „Ich bin nicht richtig.“4

Diese Schlussfolgerung ist natürlich fatal und sicherlich auch so nicht von der Erzieherin gewollt – und dennoch sollte uns Eltern (und allen anderen Menschen, die mit Kindern umgehen) das bewusst sein! Kinder können dies noch nicht voneinander trennen und sie beziehen Kritik ihres Handelns auf sich selbst. Wie hätte dieses Beispiel nun anders ablaufen können?: Anna, 2,5 Jahre, sitzt schon eine Weile vor ihrem Teller mit dem Mittagessen. Die Erzieherin nimmt wahr, dass Anna offensichtlich keinen Appetit hat. Sie fragt sie also: „Anna, hast du keinen Appetit mehr?“, worauf hin Anna antwortet: „Nein.“ Darauf hin sagt die Erzieherin: „In Ordnung, dann kannst du deinen Teller auf den Wagen stellen und aufstehen.“ Anstatt das Kind also immer wieder zum essen aufzufordern, hätte die Erzieherin einfach nachfragen können, ob das Kind noch Hunger hat. Die Kinder sind durchaus in der Lage, diese Frage zu beantworten. Und zum Aufessen sollte in unserer heutigen Zeit wirklich kein Kind mehr gezwungen werden.

Ich bin nun ein wenig abgeschweift und habe den Fokus dieses Mal auch ein wenig auf den Bereich der Kindertagesstätte ausgedehnt. Allerdings finde ich es auch wirklich schwierig, was die ErzieherInnen während der Ausbildung an dieser Stelle lernen. Konflikte könnten häufig sehr viel einfacher gelöst werden. Dies setzt jedoch manchmal voraus, dass wir manchmal um die Ecke denken, kreativ sind und vor allen Dingen unsere innere Haltung den Kindern gegenüber ändern. Der Druck, den wir uns machen, ist riesig. Unser Kind ist kaum geboren und schon sind wir unsicher, ob wir uns auch richtig verhalten. Stillen wir zu oft, oder zu wenig? Dürfen wir unser Baby hochnehmen, wenn es weint? Wenn wir es bei uns im Familienbett schlafen lassen, macht es das dann auch noch mit 18 (mit Partner, wohlgemerkt)? Und Kinder brauchen doch Grenzen, denn sonst entwickeln sie sich zu kleinen, manipulierenden Tyrannen, die uns gegeneinander ausspielen und uns bis aufs Blut reizen (wollen), nur damit sie das bekommen, was sie haben wollen!

Beziehung als Voraussetzung für Lernen und Bildung

Logische Konsequenzen und Bildung

Die Beziehung ist das Fundament für Lernen und Bildung – Logische Konsequenzen und Bestrafungen erschweren hingegen das Lernen5

Blödsinn! Es geht immer und immer wieder darum, in Beziehung zu treten. Egal, ob wir mit unserem eigenen Kind umgehen oder mit einem Kindergarten- oder Schulkind. Beziehung ist die Voraussetzung für Lernen, Bildung und vor allen Dingen auch Kooperation. Wenn wir zu (unseren) Kindern eine tragfähige Beziehung aufbauen, dann brauchen wir keine Strafen und auch keine logischen Konsequenzen. Kinder wollen mit uns zusammen arbeiten – sie wollen kooperieren. Es liegt aber in unserer (elterlichen) Verantwortung, dafür zu sorgen, dass wir tragfähige Beziehungen aufbauen. Beziehung kommt immer vor Bildung. Ohne das eine, ist das andere nicht möglich.6

Selbst wenn viele – auch Pädagogen – denken, dass Kinder all diese Dinge (Grenzen, Konsequenzen, Strafen, Lob) brauchen, ist meine fachliche Meinung diesbezüglich sehr klar: Kinder brauchen dies alles sicherlich nicht. Sie brauchen vielmehr Bindung, Beziehung, Vertrauen, Kommunikation und das Gefühl von Wertschätzung und Achtsamkeit im gegenseitigen Miteinander. Besonders kleine Kinder lernen gerade erst, wie wir gesellschaftskonform miteinander umgehen. Wir können ihnen dieses Verhalten ganz einfach Vorleben und achtsam mit ihnen umgehen. Dann brauchen wir sowohl logische Konsequenzen als auch Bestrafungen nicht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Eltern die Kraft, gängige Glaubenssätze zu reflektieren und vielleicht als nicht stimmig loszulassen. Diese Glaubenssätze blockieren uns nicht selten in unserem Handeln und führen dazu, dass wir im Herzen nicht offen sein können. Wäre es nicht viel schöner, wenn wir unseren Kindern vertrauensvoll und in Liebe begegnen könnten, anstatt immer erst mal etwas schlechtes anzunehmen? Ich würde mich freuen, wenn dieser Artikel zum Umdenken anregt und falls du dazu Unterstützung benötigst, kontaktiere mich und wir vereinbaren ein kostenloses Erstgespräch!7.

Eure Kira

P.S.: Fühlst du dich häufiger überfordert und gestresst im Umgang mit deinem Kind? Dann lade dir den kostenlosen Ratgeber „Fünf einfache Schritte für weniger Stress und Überforderung mit deinem Kind8 runter.

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Empfohlene Literatur

Quellen

Kira.Schlesinger

Über den Autor

Kira Schlesinger ist Sozialpädagogin und Mutter. Sie interessiert sich insbesondere für bedürfnisorientierte Erziehung und hat sich intensiv in diesem Bereich weitergebildet. Eines ihrer Kernanliegen ist es (werdende) Eltern im sicheren Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen. Ausbildungen zur Trage- und Stillberaterin, zahlreiche Fortbildungen im Coaching Bereich und ihr Erfahrungsschatz bilden die Grundlage für realitätsnahe und alltags orientierte Beratung...mehr

Kira.Schlesinger

Über uns Kira.Schlesinger

Kira Schlesinger ist Sozialpädagogin und Mutter. Sie interessiert sich insbesondere für bedürfnisorientierte Erziehung und hat sich intensiv in diesem Bereich weitergebildet. Eines ihrer Kernanliegen ist es (werdende) Eltern im sicheren Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen. Ausbildungen zur Trage- und Stillberaterin, zahlreiche Fortbildungen im Coaching Bereich und ihr Erfahrungsschatz bilden die Grundlage für realitätsnahe und alltags orientierte Beratung...mehr

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6 Kommentare Ein "Warum logische Konsequenzen auch Bestrafungen sind"

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Franz Josef Neffe
Gast
Da halte ich mal dagegen. Alles im Leben hat KONSEQUENZEN, ob uns das bewusst ist oder nicht, ob wir davon intelligent Gebrauch machen oder nicht. Die neue Ich-kann-Schule hat als Grundprinzip den SOG und macht nicht wie in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten üblich, DRUCK um ihre Ziele zu erreichen. Jeder Mensch und überhaupt alles hat SOG-Wirkung und wir folgen immer am liebsten der stärksten SOG-WIKRUNG. Drum gibt es auch kein Aufmerksamkeitsdefizit. Wenn der Lehrer die Aufmerksamkeit sogar noch wegDRÜCKT, hat er werde genau achtgegeben noch verstanden. Die Aufmerksamkeit folgt immer der SOG-Wirkung und mit Druck kann man sie nicht herziehen. Wenn ich… Weiterlesen...
Ruth
Gast

Liebe Kira,

wow, vielen Dank für diese ausführliche Auseinandersetzung. Das ist wirklich ein leidiges Thema, wunderbar, dass es mal jemand so geduldig auseinandernimmt. Toll!

Liebe Grüße, Ruth

Schorsch
Gast

sehr guter Artikel. ich bin selbst gordon-familientrainer und bin immer wieder erstaunt, wie mit den aktuellen erziehungsmodellen weiterhin bestraft wird und es Eltern oft nicht erkennen oder als gut empfinden, als nötig und nicht stattdessen in der Beziehung zu ihrem kind gehen und bleiben.

Angela
Gast
Die beiden ersten der im Artikel ausgeführten Beispiele zu logischen Konsequenzen beinhalten einen Beziehungsabbruch. Das ist natürlich nicht sinnvoll. Ebenso ist es nicht sinnvoll, logische Konsequenzen herbei zu führen, ohne die Bedürfnisse des Kindes zu beachten (Beispiel Essen in Kita). Aber es gibt ja auch andere Beispiele: Das Kind will das Fahrrad abends nicht rein holen. Es fängt an zu regnen und Fahhräder, die rumliegen, werden auch schon mal mitgenommen. Natürlich gibt es Gründe dafür, dass das Kind gerade keine Lust hat, das Fahrrad rein zu holen. Und oftmals kann man auch besprechen, wann und wie das Kind Dinge später… Weiterlesen...
Bettina
Gast

Wir führen gerade diese Diskussion mit dem Kindergarten, in den unser 5-jähriger Sohn und 3-jährige Tochter gehen. Hier wird den Kindern z.B. so lange der Nachmittagssnack (und „in der Konsequenz“ auch das Mittagessen) verweigert, so lange sie noch nicht aufgeräumt haben.
Begründet wird dieses Vorgehen von der Leiterin mit „Konsequenz“, die sich durch den Kindergartentag ziehe. Es müsse erst eine Sache beendet werden, bevor eine neue beginnen könne.

Liebe Kira, wie würden Sie die Kinder motivieren, ihre Spielsachen aufzuräumen?

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