Steht es schlecht um die moderne Erziehung?

In der HuffingtonPost ist vorgestern ein Artikel (Warum Eltern Angst vor ihren Kindern haben1) erschienen, in dem beschrieben wird, dass es schlecht um die moderne Erziehung steht. Gerne möchte ich Stellung zu diesem Beitrag beziehen.

Moderne Erziehung - Mama tröstet Sohn

Die moderne Erziehung – Weinender Junge wird von seiner Mama begleitet2

In meinen Augen werden hier wieder einmal absolut veraltete Methoden für den Umgang mit Kindern von der Autorin propagiert. Ihr Text ist angstmachend und kaum eine Unterstützung für Eltern in der heutigen Zeit. Vielmehr werden Eltern weiter verunsichert und dazu angehalten, ihre Kinder in einem Wutanfall alleine schreien zu lassen, damit man ihn nicht mit anhören muss.

Sie schreibt von der „Erziehungskatastophe: Wir müssen aufhören unsere Kinder zu verhätscheln.“ Diese Sorge, dass wir unsere Kinder verwöhnen und verhätscheln könnten ist offensichtlich immer noch allgegenwärtig. Ich habe dazu vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben: Das Geheimnis vom verwöhnten Kind.3 Weiter fordert die Autorin, dass sich Fremde wieder viel mehr in die Erziehung unserer Kinder einmischen sollten, damit das Kind aufhört zu brüllen, „weil die Mutter seinen Forderungen nicht nachgibt“ und Grenzen setzen für sie zu hart sei. Sie beschreibt dann auch ausführlich, was Kinder ihrer Meinung nach alles lernen müssen.

Sie müssen trotzdem lernen, sich selbst zu beschäftigen. Sie müssen lernen, dass Essen nicht immer in weniger als drei Minuten fertig ist und idealerweise lernen sie auch, wie man es zubereitet. Ein Baby muss lernen, sich selbst zu beruhigen. Setzen Sie es nicht jedes Mal in einen vibrierenden Stuhl , wenn es unruhig ist. Kleinkinder müssen lernen, allein aufzustehen, statt immer die Arme nach Mama und Papa auszustrecken.

Weiter sorgt sie sich darum,

dass wir unsere Kinder zu arroganten, selbstsüchtigen, ungeduldigen und unhöflichen Menschen erziehen, wenn wir so weiter machen. Es wird nicht der Fehler der Kinder sein – sondern unserer.

Zuletzt resümiert sie, dass wir Eltern die ganze Zeit verhindert haben, dass unsere Kinder auch einmal unzufrieden sein können und sie dann letztendlich schlecht darauf vorbereitet sind, wenn es im Leben einmal nicht so gut läuft. Abschließend fordert die gute Dame, dass die Gemeinschaft die Kinder zusammen erziehen soll, um sie auf den Erfolg in der richtigen Welt vorzubereiten.

Die moderne Erziehung – Wenn Eltern in Beziehung gehen!

Ich möchte alle Leser(innen) an dieser Stelle darin bestärken, diesen Unsinn nicht zu glauben und euch dabei unterstützen, dass ihr weiterhin auf euren Instinkt hört und eure Kinder bedürfnisorientiert begleitet.

Bitte lasst euer Baby niemals schreien, damit es lernt, sich selbst zu beruhigen. Ich habe bereits hier4 (Soll ich mein Baby schreien lassen) ausführlich beschrieben, warum Babys sich nicht selbst beruhigen können.

Außerdem geht es beim Thema „Grenzen setzen“ doch immer darum, dass wir unsere eigenen authentischen Grenzen erspüren und diese dann auch verdeutlichen. Wenn es mich nicht stresst, meinem Kind einen neuen Becher zu befüllen – nachdem der vormals ausgewählte doch nicht so toll ist – dann ist es völlig in Ordnung, das zu tun. Wenn ich dazu jedoch keine Lust habe, dann lasse ich es eben bleiben und halte dann aber auch aus, dass mein Kind das vielleicht nicht so toll findet. Es dann in dieser Situation mit seinen Gefühlen auch noch alleine zu lassen, empfinde ich als zutiefst unfair. Wir dürfen niemals vergessen, dass Kinder eben in ihrer kleinen Welt leben. Natürlich denken sie nicht in solchen Kategorien wie wir Erwachsenen – also beispielsweise Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Wohnungsverlust – aber für unsere Kinder sind solche Konflikte trotzdem ebenso dramatisch. Und aus diesem Grund ist es schlichtweg einfach nur unfair, das Kind in einem Moment absoluter Verzweiflung alleine zu lassen, damit ich seinen Wutanfall nicht mitanhören muss.

Unsere Aufgabe als Eltern ist es in erster Linie zunächst einmal, die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Das heißt, dass wir lernen, unsere Bedürfnisse zu benennen und dafür einzustehen. Das fällt uns oftmals nicht leicht und es ist ein Prozess, in sich hineinhören zu können und dann auch noch Worte für die Gefühle zu finden. Aus diesem Grund ist es so unendlich wichtig, dass wir unsere Kinder in ihren Wutanfällen spiegeln und begleiten. Sie können diese Gefühle noch nicht zuordnen und werden von ihnen übermannt. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen Worte für ihre Gefühle schenken. Dann wachsen sie zu Erwachsenen heran, die wiederum in der Lage sind, ihre Bedürfnisse authentisch zu erspüren und zu benennen.

Moderne Erziehung -Begegnung auf Augenhöhe

Moderne Erziehung – Mama geht in Beziehung zu ihrem Sohn

Eltern, die sich ihren Kindern liebevoll  zuwenden, sind wunderbar und sie möchten es gerne anders machen, als sie es in ihrer Kindheit selbst erlebt haben. Wir sind doch alle auf diese Art und Weise aufgewachsen und müssen heute mit den Folgen leben. Ich kenne sehr viele in meinem Alter, die schwer damit beschäftigt sind herauszufinden, was sie in diesem Leben wollen. Das Gespür dafür wurde uns eben frühzeitig abtrainiert. Die moderne Erziehung – wie ich sie verstehe – lebt davon, dass wir mit unseren Mitmenschen in Beziehung gehen. Ich habe dazu den Artikel von der Erziehung zur Beziehung5 geschrieben, in dem ich darauf auch nochmal ausführlich eingehe.

Unsere Kinder werden niemals zu arroganten, selbstsüchtigen und ungeduldigen Menschen heranwachsen, wenn wir ihnen in Beziehung mit uns vorleben, wie Gemeinschaft funktioniert. Kinder lernen am Vorbild, von daher hat die Autorin schon recht: Es ist unsere Verantwortung, wenn Kinder so werden – Aber sicherlich nicht, weil sie in ihrer Kindheit Liebe, Fürsorge, Verständnis, Vertrauen in ihre Fähigkeiten, Geborgenheit und Rückenstärkung erfahren haben. Nein, Kinder die all diese wundervollen Dinge nicht erleben durften, die entwickeln sich in einer solchen Art und Weise wie von ihr beschrieben. Ich empfehle der Autorin an dieser Stelle dringend, sich dazu zu belesen. Literaturempfehlungen findet ihr weiter unten!

Genießt die moderne Erziehung und vertraut in eure Kinder!

Was die Autorin vorschlägt, ist ein einziger Kampf mit unseren Kindern. So wird es uns niemals gelingen, eine vertrauensvolle Beziehung zu unseren Kindern aufzubauen. Empathie können sie nur erlernen, wenn ihnen als Babys und Kleinkinder empathisch begegnet worden ist. Gegenseitige Rücksichtnahme erlernen sie nur, wenn sie dies im Familienverbund vorgelebt bekommen. Und ebenso verhält es sich auch mit Höflichkeit und Geduld. Wieso fällt es vielen Erwachsenen immer noch so schwer anzuerkennen, dass unsere Kinder nicht erst zu Menschen gemacht werden müssen? Sie sind vollwertige Menschen und sie benötigen Begleitung und Unterstützung auf dem Weg ins Erwachsenenalter. Vertraut in eure Kinder! Sie wissen genau, was sie brauchen und sie sind ihren Bedürfnissen noch sehr nah. Trainiert ihnen das nicht ab!

Abschließend bleibt nur eines zu sagen: Liebe Eltern, hört auf euren Instinkt und lasst euch von der Umwelt nicht verunsichern. Gebt euren Kindern all eure Liebe, achtet auf eure eigenen Bedürfnisse und geht in Beziehung zu euren Kindern. Genießt die moderne Erziehung in vollen Zügen! Dann wird alles gut und sie werden sich wunderbar entwickeln.

In diesem Sinne, alles Liebe

Eure Kira

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Empfohlene Literatur

Quellen

  1. The Huffington Post: Warum Eltern Angst vor ihren Kindern haben
  2. Foto von Albina Tiplyashina
  3. Kira Schlesinger: Das Geheimnis vom verwöhnten Kind
  4. Kira Schlesinger: Soll ich mein Baby schreien lassen
  5. Kira Schlesinger: von der Erziehung zur Beziehung
Kira.Schlesinger

Über den Autor

Kira Schlesinger ist Sozialpädagogin und Mutter. Sie interessiert sich insbesondere für bedürfnisorientierte Erziehung und hat sich intensiv in diesem Bereich weitergebildet. Eines ihrer Kernanliegen ist es (werdende) Eltern im sicheren Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen. Ausbildungen zur Trage- und Stillberaterin, zahlreiche Fortbildungen im Coaching Bereich und ihr Erfahrungsschatz bilden die Grundlage für realitätsnahe und alltags orientierte Beratung...mehr

Kira.Schlesinger

Über uns Kira.Schlesinger

Kira Schlesinger ist Sozialpädagogin und Mutter. Sie interessiert sich insbesondere für bedürfnisorientierte Erziehung und hat sich intensiv in diesem Bereich weitergebildet. Eines ihrer Kernanliegen ist es (werdende) Eltern im sicheren Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen. Ausbildungen zur Trage- und Stillberaterin, zahlreiche Fortbildungen im Coaching Bereich und ihr Erfahrungsschatz bilden die Grundlage für realitätsnahe und alltags orientierte Beratung...mehr

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23 Kommentare Ein "Steht es schlecht um die moderne Erziehung?"

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Nicole
Gast
Liebe Kira, danke für Deinen Beitrag! Ich habe den Artikel auch gelesen und fand ihn ebenfalls grenzwertig. Ich empfinde es genau so , wie Du sagst: beim Grenzen setzen geht es um die authentischen Grenzen der Eltern. Das ist so wichtig. Doch früher habe ich das Gefühl, waren die Eltern nicht reflektiert genug und von Selbsterforschung wusste auch noch keiner was. Das ist heute anders und in dem wir anfangen uns und unsere Motive als Menschen und Eltern zu hinterfragen, haben unsere Kinder eine Chance selbstbewusster aufzuwachsen, indem sie das Vorbild der Eltern haben, die authentisch Leben und mit ihren… Weiterlesen...
Kathrin
Gast
Hallo kira, ich denke es ist immer auslegungssache. medien sind da um uns zu manipulieren und zu lenken, so meine ansicht. wenn so ein artikel in einer zeitung erscheint hat es nur einen grund, die eltern wieder ein stück weit zu manipulieren und zu lenken. das zeigt mir aber auch das viele eltern in die richtige richtung gehen. sie hören wieder auf ihren instinkt, sonst würde so ein artikel gar nicht erscheinen. die medien fühlen sich unter druck, so einen artikel schreiben zu müssen. und die eltern die gefestigt sind in ihrem verhalten mit den kindern und es geschafft haben… Weiterlesen...
Maike
Gast

Danke für Deinen Artikel / Deine Meinung zum Huff-Post-Artikel! Immer wieder diese gefährliche Wiederholung alter Methoden und unmoderner Ansätze, nur weil es vielleicht Leser bringt. Ich vermute, es ist ein Artikel, der aus dem Englischen übersetzt wurde, in den USA geschrieben wurde und sich gegen die dortigen „Helikoptereltern“ wendet (die noch um ein paar Zacken „helikopteriger“ sind als die bei uns). Denn wer benutzt in Deutschland schon einen „vibrierenden Stuhl“? Solche Inhalte, besonders in HuffingtonPost-Artikeln, lassen bei mir gleich die Alarmglocken losgehen…

Micha Hennicke
Gast

Uns hat der Artikel regelrecht wütend gemacht… Statt Kinder zu respektieren und liebevoll auf sie einzugehen werden sie regelrecht als Feind dargestellt… Schrecklich, das ein solcher Artikel eine derartig große Aufmerksamkeit bekommen konnte!

maggie
Gast
Ich möchte gerne mal wissen wie Eltern ihre Kinder (uns!) früher erzogen haben ohne Sozialpädagogen zu sein. Beziehungsebene mit dem Kind ‚als Partner‘ ist genauso fatal wie Gewalt in der Erziehung, in dem Moment in dem die Eltern sich in einer Symbiose mit dem Kind befinden ist selbiges sprichwörtlich in den Brunnen gefallen. Schaut euch in den heutigen Kitas und Schulen mal um! Kinder können keine Unterrichtsstunde mehr ruhig zuhören und die Lehrer als Respekts-\Autoritätsperson sehen, 5-jährige dominieren ihre Eltern. Ich möchte gar nicht wissen wo das noch hinführt. Eltern sollten das sein was sie sind, nämlich eltern! Und nicht… Weiterlesen...
Martina
Gast
Liebe Kira, ich (Mutter von 3 Kindern, 10, 7, 7) arbeite zurzeit als Vertretungslehrerin. In einer ersten Klasse, 4 Wochen nach Schulbeginn, 21 SchülerInnen. Schüler 1 spuckt nonstop auf sein laminiertes Namensschild, auf seinen Pulli, auf den Tisch, macht Blasen. Schüler 2 fragt alle 5 MInuten: „Wann ist Pause?“ Schülerin 3 und 4 prügeln sich auf dem Tisch liegend mit den Mäppchen. Schüler 5 redet mit der Zimmerdecke Schüler 6 dreht mir konsequent den Rücken zu, sobald ich in den näheren Kontakt gehe. Schüler 7: „Warum a? Ich lerne nicht das a. Ich will einen anderen Buchstaben.“ Schüler 8 piekst… Weiterlesen...
Diemo
Gast

Liebe Martina, als vollwertiger Lehrer kann ich Dir leider nicht zustimmen. Die Kinder sind genauso wissbegierig, sozial und gespannt auf neues wie früher. Was Neue Lehrer nur mittlerweile durch ihre Ausbildung besser wissen als alte ist, die Schüler dort abzuholen, wo sie momentan sind. Die Gesellschaft hat sich in den letzten 60 Jahren drastisch geändert – und das muss der Unterricht natürlich dann auch. Es bringt nichts, Nachkriegsdrill verkörpern zu wollen, wenn die Schüler ganz andere Voraussetzungen mitbringen als früher.

Michael
Gast
Ein großes und von mir als Jugendtrainer beobachtetes Phänomen ist, dass das im ersten Kommentar beschriebene Verhalten, meist von Kindern ausgeht, welche sehr früh in eine Ganztagsbetreuung gekommen sind, bei denen beide Eltern Vollzeit in stressigen Berufen arbeiten und daraus relativ wenig Zeit mit dem Kind haben. Diese Kinder sind oft die Kinder, die ein Nein oder Ablehnung nicht verstehen können, weil Sie es nicht gewohnt sind. Ja es gibt ausnahmen, aber diese sind nicht die Regel. Ich denke, darauf möchte Martina hinaus. Und Diemo, grds. hast du recht, aber das Problem der Schulen ist doch, dass man nur in… Weiterlesen...
Jojodat
Gast
Die sogenannten „moderneren“ Erziehungskonzepte scheinen relativ schwammigen Charakters zu sein. Frau Jenner hat demgegenüber schon konkretere und fassbarere Szenarien im Kopf. So wie ich Frau J. verstehe, plädiert sie nicht unbedingt für einen Kampf oder für einen steten Widerstand, den preußisch autoritär anmutende Eltern auf ihre Kinder ausüben. Ich denke, seinem Kind zu zeigen, wie es sich am Esstisch benimmt, ist kein schlechter Gedanke. Sie gibt dabei ja keine konkreten Handlungsanweisungen, die zwingend mit Strenge korrelieren, sondern empfiehlt, dass man sich mit seinem Kind überhaupt auseinandersetzen sollte und in seine Entwicklung vertrauen könne. Ich finde es beispielsweise immer merkwürdig, wenn… Weiterlesen...
Andrea
Gast
Ich sehe es ganz ähnlich wie Maggie. Und mal ehrlich: Wie sollen die heutigen Kinder später klar kommen, wenn sie nicht lernen damit umzugehen, auch mal ungerecht behandelt zu werden u.s.w.? Man muss ein Kind darauf vorbereiten, dass es später gut alleine zurecht kommt. Das heißt auch dich dem späteren Chef unterzuordnen zu können etc.. Wie soll ein Kind das lernen, wenn es nie lernt einfach mal ein nein akzeptieren? Wenn es nicht lernt Dinge zu tun, die es eigentlich nicht will (aus dem blauen Becher trinken). Machen wir es unseren Kindern nicht schwer, wenn sie das nicht von Anfang… Weiterlesen...
trackback

[…] Beziehung zu deinem Kind gleichbedeutend mit Grenzenlosigkeit? Nach meinem letzten Artikel Steht es schlecht um die moderne Erziehung?2, der eine Antwort auf einen Beitrag in der Huffington Post war, bekam ich sehr viel positives, […]

Tina
Gast
„Was die Autorin vorschlägt, ist ein einziger Kampf mit unseren Kindern.“ Ja, aber soll ich denn immer nachgeben? Kindererziehung ist anstrengend und manchmal auch ein Kampf. Meine 2-jährige Tochter ist alterstypisch sehr eigensinnig. Gebe ich ihr zu häufig nach, tanzt sie mir auf der Nase herum. Ich werde nicht wegen ihrer Extrawünsche extra spülen, wenn noch genug andere Becher oder Tassen da sind, nur um Geschrei zu vermeiden. Das ist meiner Ansicht nach der falsche Weg. Es tanzt nicht jeder nach ihrer Pfeife. Spätestens im Kindergarten wird sie das auch feststellen. Also bereite ich sie lieber schon mal darauf vor.… Weiterlesen...
Lena
Gast
Ich finde es unglaublich nervig, dass diese beiden „Seiten“ von Erziehung immer als das Eine oder Andere gesehen werden. Ich finde es geht doch um beides und das beides möglich ist! Ich habe immer das Gefühl, dass jeder diese Artikel immer mit mit der eigenen „Erziehungsbrille“ gelesen wird und eben nur das heraus gelesen wird was einen stört oder eben genau bestätigt in seinem eigenen Bild. Ich bin der Meinung es gibt kein Rezept für Erziehung, jeder Mensch ist ein Gemisch aus seinen Genen, seiner Erfahrung und seiner Sicht auf die Welt. Es gibt kein eindeutig richtig und kein eindeutig… Weiterlesen...
Nadja Mälzer
Gast
Liebe Kira, ich glaube, es würde sich lohnen, ein paar Punkte differenzierter zu betrachten. Niemand stellt sich bis jetzt die Frage, was denn wirklich die Bedürfnisse des Kindes sind und was vielleicht nur ein Austesten der Eltern darstellt. Jedes Kind testet aus, wie weit es gehen kann. Und viele Kinder schreien geradezu nach Grenzen. Eigentlich hat sogar jedes Kind/jeder Mensch ein existenzielles Bedürfnis nach Grenzen. Wenn es diese nicht erfährt, hat es keine Ahnung wohin mit sich. Das bedeutet, dass ich nicht auf jedes Schreien auf diesselbe Art und Weise reagieren sollte. Weil Schreien unterschiedliche Bedürfnisse signalisiert, es kommt stets… Weiterlesen...
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