Januar – Die Zeit der inneren Einkehr

Der Januar ist eine Zeit der inneren Einkehr. In dieser ersten Zeit des Jahres schauen wir nochmal zurück auf das vergangene Jahr und wagen gleichzeitig eine Prognose für das kommende. Es ist eine Zeit zwischen Loslassen und Hoffnung auf das Neue. Manche von uns setzen sich mit der Frage auseinander, wie es weiter gehen wird. Ob es besser werden wird, ob es so bleibt, wie es ist oder ob vielleicht auch Dinge geschehen werden, die wir nicht haben kommen sehen.

Auszeiten, RuheOasen,

Der Januar ist Zeit zur inneren Einkehr – was möchte ich verändern, was erreichen, wie schaffe ich mir Auszeiten?

Manche von uns nehmen sich gewisse Dinge vor. Wir wollen weniger Essen, mehr Sport treiben, uns gesünder ernähren und ganz allgemein unseren Lastern entsagen. Wir wollen mehr Zeit mit unseren Kindern und Partnern verbringen. Manche von uns nehmen sich auch vor, mehr an sich selbst zu arbeiten und sich den eigenen Themen zu stellen.

Vorsätze zu haben ist wichtig, denn nur wenn wir Ziele haben, bewegen wir uns auch vorwärts. Wie sagt Herbert Grönemeyer so schön: „Stillstand ist der Tod.“ An diesem Satz ist viel Wahres – nur wenn wir bereit sind, uns persönlich zu verändern, wird sich auch im Außen, in unserem Erleben etwas verändern.

Mancher Leser wird sich nun fragen, worauf ich hinaus möchte. Dieser erste Artikel zum „FamilienGlück-Kalender 2017“ dient in erster Linie der Inspiration. Es geht nicht so sehr darum, etwas zu schaffen, aktiv zu sein und Dinge anzugehen. Sondern vielmehr geht es darum, nach innen zu schauen und zu hinterfragen, was dir wirklich wichtig ist im kommenden Jahr.

Viele von uns erleben einen immensen Druck von außen. Wie leben in einer Leistungsgesellschaft. Gerade wir Mütter befinden uns nicht selten in einer zerreißenden Situation aus Job, Kindererziehung und Haushalt. Aber auch von den Vätern wird viel abverlangt. Die meisten geben nach einem Vollzeit-Job auch zu Hause einhundert Prozent, kümmern sich um die Kinder und helfen im Haushalt.

Was vollkommen fehlt ist die Zeit der inneren Einkehr. Wir können uns häufig nicht mit unseren Themen auseinander setzen, weil uns schlichtweg die Kraft dazu fehlt. Wir powern, powern, powern. Und warum das alles? Weil wir denken, dass es irgendjemand von uns erwartet. Die Eltern, die Gesellschaft…! Und wir haben diese Werte für uns übernommen – haben völlig übersteigerte Erwartungen an uns selbst, bis wir irgendwann vor Erschöpfung nicht mehr können und vollkommen ausgelaugt sind.

Mutter-Sein – Vater-Sein

Was bedeutet das in einer Zeit wie der heutigen? Wie können wir unsere Rolle als Mama oder Papa ausfüllen und gleichzeitig in Balance bleiben, wenn die Gesellschaft immer schneller wird? Letztendlich funktioniert das nur, wenn wir uns immer wieder bewusst Auszeiten erlauben. Und ich schreibe absichtlich ERLAUBEN – denn vielen von uns fällt das sehr schwer. Eben schnell noch eine Mail checken, schnell noch Einkaufen fahren, kurz noch xyz anrufen – und schon befinden wir uns im absoluten Alltag.

Mutter- und Vater-Sein bedeutet aber auch für uns selbst zu sorgen. Denn nur, wenn es uns gut geht, können wir entspannt mit unseren Kindern sein. Es ist unsere Verantwortung für uns zu sorgen und uns Gutes zu tun. Wie das aussehen kann, muss jeder für sich individuell entscheiden. Ob es einmal die Woche eine warme Badewanne ist, der Waldspaziergang,  alle zwei Wochen der Saunabesuch, jeden Donnerstag die Yoga-Stunde oder zwei Mal täglich eine viertel Stunde Kaffee trinken in Ruhe – das liegt im persönlichen Ermessen. Wichtig aber ist, dass es solche Ruheoasen überhaupt gibt.

Wir wünschen uns Frieden in der Welt – der Frieden beginnt in uns! In jedem einzelnen Menschen, in jeder kleinen Familie. Wenn wir uns ausgelaugt und erschöpft fühlen, dann können wir nicht empathisch mit unseren Kindern sein. Wir reagieren genervt und sind schnell verärgert. Nur die bewusste Entscheidung zur Veränderung kann diesen Kreislauf durchbrechen.

Zeit der inneren Einkehr im Januar

Ich möchte dich herzlich dazu einladen, den Januar als Zeit der inneren Einkehr zu nutzen. Setze dich an einem ruhigen Abend entspannt hin (mit Kerze und Tee, wenn du magst) und überlege dir einmal  zehn Dinge, die DIR gut tun und wie du dies im Alltag für dich umsetzen kannst. Gibt es jemanden, dem du dein Kind (oder deine Kinder) in dieser Zeit anvertrauen kannst? Wie kannst du dir Ruheoasen schaffen, so dass du Zeiten zur Regeneration findest?

Unsere heutige Zeit ist rasend schnell – und nur wir selbst können uns bewusst dafür entscheiden zu entschleunigen. Jeden Tag auf’s Neue!
In diesem Sinne wünsche ich euch einen sehr entspannten, geruhsamen Januar – genießt die Zeit mit euren Kindern!

Eure Kira

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Kira.Schlesinger

Über den Autor

Kira Schlesinger ist Sozialpädagogin und Mutter. Sie interessiert sich insbesondere für bedürfnisorientierte Erziehung und hat sich intensiv in diesem Bereich weitergebildet. Eines ihrer Kernanliegen ist es (werdende) Eltern im sicheren Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen. Ausbildungen zur Trage- und Stillberaterin, zahlreiche Fortbildungen im Coaching Bereich und ihr Erfahrungsschatz bilden die Grundlage für realitätsnahe und alltags orientierte Beratung...mehr

Kira.Schlesinger

Über uns Kira.Schlesinger

Kira Schlesinger ist Sozialpädagogin und Mutter. Sie interessiert sich insbesondere für bedürfnisorientierte Erziehung und hat sich intensiv in diesem Bereich weitergebildet. Eines ihrer Kernanliegen ist es (werdende) Eltern im sicheren Umgang mit ihren Kindern zu unterstützen. Ausbildungen zur Trage- und Stillberaterin, zahlreiche Fortbildungen im Coaching Bereich und ihr Erfahrungsschatz bilden die Grundlage für realitätsnahe und alltags orientierte Beratung...mehr

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